Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung eines neuen Medikaments ist mit viel Aufwand, Zeit und hohen Investitionen verbunden.

Entwicklungsphasen eines Medikaments

Im 1. Forschungsstadium werden ca. 5.000 – 10.000 Substanzen* untersucht, wovon nach 10 bis 12 forschungsintensiven Jahren ein neues Medikament zugelassen wird. Aktuellen Untersuchungen zufolge liegen die durchschnittlichen Kosten der Entwicklung eines neuen innovativen Medikamentes bei bis zu 1,5 Mrd. Euro. Gut die Hälfte der Kosten entfällt auf die klinischen Studien (Phase I – III), 23,8%  auf die präklinische Phase, etwa 7,7% auf die Zulassung und 13,7% auf die Pharmakovigilanz (Phase IV). Insgesamt wurden von 2009-2013 in Europa 66 Medikamente mit neuem Wirkstoff zugelassen**.

 *Quelle: VFA e.V.

**Quelle: SCRIP/EFPIA, 2014

 

Entwicklungsphasen eines Medikaments

 

Entwicklungsphasen eines Medikaments

Neueinführungen von Arzneimitteln

Neue Substanzen nach Regionen:

  • 2016 wurden 82 neue Humanarzneimittel in Europa* zugelassen
  • 27 davon enthalten einen neuen Wirkstoff ("new active substances")
  • Neuzulassungen dienen der Behandlung von Krebs, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Entzündungskrankheiten der Haut, Diabetes Typ 2, etc.

*Europäische Kommission

ARZNEIMITTELINNOVATIONEN

Neue Substanzen nach Regionen

Forschungsquote

Die Gesundheitsindustrie (Biotechnologie, Gesundheitsdienstleister, Medizintechnik und Arzneimittel) zeichnet weltweit für etwa ein Fünftel der Forschungs- und Entwicklungsausgaben verantwortlich. Die 109 in Europa befindlichen Healthcare-Unternehmen investierten in 2016 insgesamt 192,5 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung, das sind um 7,9 % mehr als im Vorjahr.

Mit diesen Forschungsquoten (= Investition in Forschung und Entwicklung gemessen am Umsatz) liegen die Biotech- und Pharma-Industrie in der EU an der Spitze:

  • 24 % bzw. 13,7 % des Umsatzes wurden 2016 in Forschung und Entwicklung investiert.
  • Nur die Bereiche IT-Hardware und Software zeigen ähnlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Bereiche Automobil und Raumfahrt/Verteidigung weisen deutlich niedrigere Forschungsquoten auf.

Forschungsquote